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Der Golden Retriever

 

Der Ursprung

 

Über die Entstehung der Golden Retriever ranken sich viele verschieden Geschichten und Mythen. 1952 konnte man anhand des Zuchtbuches das von Lord Tweedmouth (1820-1894) auftauchte der Weg der Golden Retriever zurückverfolgt werden.

Er wohnte im Norden von Schottland auf dem Landsitz „Guisachan House“ und züchtete dort verschiedene Jagdhundrassen. 1865 kaufte er einen gelbfarbenen Wavy-Coated Retriever von einem Schuhmacher in Brighton. Sein Name war „Nous“. Er paarte Nous mit Belle eine Tweed-Water-Spaniel Hündin (diese Rasse gibt es heute nicht mehr). Aus dieser Verpaarung kamen mindestens drei gelbe Hunde hervor. Sie waren die Stammhunde der Golden Retriever. Die Nachkommen wurden mit verschiedenen anderen Rassen verpaart. Zuchtziel waren die goldene Farbe, die Wasserfreude und ein gutes Apportiervermögen.

Offiziell wird der Name „Golden Retriever“ allerdings erst ab 1911 im Stammbuch der Englischen Kennels geführt. Die Retriever gehören zur FCI Gruppe 8. Diese sind Apportier-, Stöber- und Wasserhunde. Der Rassestandard wurde 1987 festgesetzt und hat bis heute seine Gültigkeit.

1962 wurde erstmals ein Golden Retriever aus England mit einer Hündin (Cragmount’s Tessa, geboren 1959 in den USA) in Deutschland gepaart und sie brachte 10 Welpen auf die Welt. Seit 1966 führt der DRC das Zuchtbuch mit dem ersten eingetragenen Welpen Astor vom Allacher Hof (05.03.1966). In diesem Jahr gab es ganze 2 Würfe. 2011 waren es 197 Würfe.

 

Aussehen

 

Der Golden Retriever ist ein harmonisch gebauter, wohl proportionierter creme- bis goldfarbener Hund von mittlerer Größe. Seine dunkel pigmentierte Nase, die dunklen Augen und der wohlgeformte Kopf mit ausgeprägtem Stop geben ihm sein charakteristisches sanftes und gutmütiges Aussehen. Das Haarkleid ist wellig bis glatt mit einer guten Befederung und einer dichten wasserabstoßenden Unterwolle. Sein Gang ist kraftvoll und mit gutem Schub. Der Vortritt ist ausgreifend und frei. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 56-61 cm und Hündinnen von 51-56 cm.

 

Ausbildung

 

Auch ein Golden Retriever bekommt seinen Gehorsam nicht in die Wiege gelegt. Es werden viele viele Stunden mit Üben vergehen ehe er sich so benimmt wie man es gerne hätte. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wenn man denkt jetzt hat er es kapiert kommt entweder ein Entwicklungsschub, die Hormone oder eine läufige Hündin in der Nachbarschaft oder irgendetwas anderes hinzu und schwups….schaut er sie an und fragt: „hab ich das schon mal gelernt???“

 

Mal abgesehen von der Welpenspielgruppe, Junghundegruppe und der „normalen“ Gruppe können sie noch eine ganze Menge anderer dinge mit ihrem Hund machen. Wenn sie seine Anlagen unterstützen möchten empfiehlt es sich mit ihm in einen Dummy- oder Apportierkurs zu gehen. Oder sie bilden ihn vielleicht sogar jagdlich aus. Aber auch Dogdancing, Agility oder Schutzhundeausbildung wären denkbar. In vielen dieser Bereiche gibt es Prüfungen, die sie mit ihrem Hund ablegen können. Wichtig dabei ist immer dass sie und der Hund Spaß daran haben. Vielleicht finden sie auch gefallen daran ihn auf Ausstellungen auszustellen.

 

Wesen des Golden und Anforderungen an sie als Besitzer

 

Wasser und Retriever sind zwei unzertrennliche Dinge. Der Retriever liebt das Wasser, egal ob er in einen See springt und schwimmt oder aus diesem einen Dummy apportiert. Aber auch jede Wasserpfütze oder jedes Schlammloch scheinen ihn magisch anzuziehen. Je dreckiger umso besser damit man sich drin zu suhlen. Und da gibt es keine Ausnahmen (ich kenne zumindest bis jetzt keine). Ganz toll kommt so etwas natürlich beim Sonntagspaziergang mit der Tante, die ein super tolles helles Kostüm anhat und ausgerechnet neben ihr fängt der Hund dann an sich zu schütteln…. da kommt Spaß aufJ

 

Golden sind zutrauliche, freundliche liebenswürdige und verspielte Zeitgenossen. Er freut sich über jeden Spaziergänger der ihm entgegen kommt und über jeden Besucher den er sogleich überschwänglich begrüßt.

 

Sie lieben es zu apportieren…. es ist eine Wesensveranlagung die so gewollt ist. Dabei ist es egal, ob es die Socken von der Oma, eine tote Maus oder ein paar Schuhe sind, die gerade so herum standen. Seine Errungenschaft möchte er dann auch gleich präsentieren und dafür gelobt werden. Wenn man ihn nicht geistig beschäftigt, sucht er sich eine Beschäftigung – egal ob diese ihnen dann gefällt oder nicht. Golden Retriever sind in der Regel umgänglich mit anderen Artgenossen. Natürlich kommt es hier auch auf den einzelnen Charakter eines Hundes an.

 

Der Hund möchte ihnen gefallen er hat ein sehr ausgeprägtes „will to please“. Er ist bereit sich ihnen als Rudelchef anzuschließen wenn dieser sich auch als solcher verhält. Es kann natürlich auch vorkommen, dass er ihre Anweisungen ignoriert, weil diese missverständlich bei ihm ankommen. Wird „richtig mit ihm gesprochen“ und gearbeitet, werden sie viel Freude an einem leichtführigen Hunde haben.

 

Ein Golden lässt sich nicht einfach wegsperren. Er möchte immer bei seinem Rudel sein. Er braucht keine stundenlangen Spaziergänge, aber er möchte beschäftigt werden. Ich sage immer „sein Hirn muss arbeiten“. Und nicht zu vergessen die Zeit die sie mehr aufbringen müssen um die Wohnung zu saugen und wieder von den dreckigen Pfotenabdrücken zu befreien. Futter richten und Hundeschule und und und. Und überhaupt schleppt ein Golden immer Sand und Dreck mit rein – auch wenn es nicht gerade danach aussieht. Und das Auto erst….. nach einem super tollen Schlammpfützen Spaziergang macht es erst richtig Spaß wieder nach Hause zu fahren! Und der Hund wird ins Auto gehoben und wieder heraus – ergo – meine Sachen sind auch dreckig! 

 

Wenn sie einen Partner zum Joggen suchen, sollten sie sich nach einem Hund umschauen, der weniger wiegt wie der Golden Retriever. Sie laufen zwar für ihr Leben gerne, aber das wollen sie in der freien Natur nach ihrem ermessen tun. Wenn sie einen Golden Retriever ständig zum joggen mitnehmen wird er sich in rasantem Tempo die Gelenke kaputt machen und sie werden nicht lange Freude an ihm haben.

 

Golden sind ideale Familienhunde und das nicht zuletzt weil sie immer als Kinderfreundlich betitelt werden. Das heißt nicht, dass man mit ihm alles machen kann. auch Kinder sollten respektieren, dass es sich hier um ein Lebewesen handelt auf dem man nicht reitet oder in den Ohren popelt. Er kann zu einer Bereicherung für Kinder werden und ihr Leben prägen. Er ist Begleiter auf Ausflügen und Zuhörer bei Sorgen. Sie sollten sich allerdings nie einen Golden anschaffen, weil es die Kinder doch unbedingt wollen. Kinder können die Verantwortung nicht für ein solches Tier alleine übernehmen. Die Hauptverantwortung, Erziehung und Hauptarbeit werden sie haben.

 

Gesundheit

 

Ein Golden hat eine Lebenserwartung von 12-14 Jahren. Allerdings scheint die Tendenz ein wenig zu steigen, was sehr erfreulich ist. Natürlich wird auch ein golden mal krank und dann ist es nicht anders wie bei Kindern oder einem selber auch …. er möchte gepflegt und umsorgt werden. Auch das kostet natürlich viel Zeit und manches Mal einiges an Geld. Das Risiko von verschiedenen Erbkrankheiten wie zum Beispiel der Hüftgelenksdysplasie (HD), der Ellenbogendysplasie (ED), dem Hereditärer Katarakt (HC), einer Progressiven retina atrophy (PRA), usw. wird durch gezielte Zuchtauslese und strenge Zuchtzulassungsvoraussetzungen immer weiter reduziert.